Zukunft beginnt mit einem leisen Klick

Vor über 10 Jahren, irgendwo in Mexiko
Vor über 10 Jahren, irgendwo in Mexiko

Vor über 10 Jahren, irgendwo in Mexiko

Juli 2015, spät abends, in meiner Berliner Wohnung,

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Ich habe soeben meinen Flug nach Mexiko Stadt gebucht. Drei Wochen. Inklusive der Wochenenden sogar dreieinhalb. Alles was man in so einen klassischen Urlaub reingequetscht bekommt. Ich habe erstmalig sogar eine Reiserücktrittsversicherung abgeschlossen. (Hach, ich werd alt.) Ich checke mein E-Mail-Postfach. So wirklich vertrauenserweckend war die Seite auf der ich gebucht habe nicht. Aber da ist sie wirklich: Die Bestätigung, dass ich die Reihenfolge der Zeit verändert habe. Denn statt August, September, Oktober heißt meine Zukunft nun August, September, MEXIKO. An diesem Sommerabend realisiere ich das noch nicht wirklich. Aber diesem einen kleinen Klick werden viele weitere folgen und schließlich wird er zum Anfang einer ganz neuen Geschichte.

Mexiko selbst ist für mich nicht völlig neu. Vor 10 Jahren war ich gemeinsam mit meinem Studien-Kumpan Frieder und unserem altersschwachen Ford Tempo schon mal für ein paar Stunden da. Ciudad Acuna hieß die kleine Stadt an der mexikanisch-texanischen Grenze. Ich erinnere mich an Unmengen von Zahnarztpraxen (in den USA ist ein gesunder Mundraum ein kostspieliger Luxus) und Bars mit für die Tageszeit übertrieben lauter Musik. Es war eine Zeit in der Telefone noch zum Telefonieren benutzt wurden und Selfie-Stangen noch nicht erfunden waren. Das Foto mit den Sombreros wurde noch mit einer traditionellen Digitalkamera und der manuellen Unterstützung eines mexikanischen Grenzbeamten geschossen.

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Viele kleine Klicks

Ich war also schon in Mexiko, ohne wirklich etwas über Mexiko zu wissen. Ein vorbildlicher Reisender würde sich wohl spätestens jetzt einen Reiseführer kaufen und einen ordentlichen Reiseplan machen.  Ich hatte während des Sabbaticals die Lust am Planen verloren und meine Freude am Unerwarteten entdeckt. Außerdem empfinde ich Reiseführer  oft als Spoiler für eine gute Geschichte, die man noch gar nicht erlebt hat. Es musste also irgendwie anders gehen.

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Ich sitze mit Nuno, dem Redaktionsleiter vom Online-Reisemagazin Travelbook, in unser Kantine. Sein Mexiko-Trip liegt inzwischen schon ein paar Jahre zurück. „Du musst nach Tulum! Ein entspannter Hippie-Ort, in dem ich damals eine ganze Woche hängengeblieben bin.“ Tulum liegt auf der Halbinsel Yucatan. Neben Hippies soll es dort Strände, Maya-Pyramiden und Schildkröten geben.

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Wer günstig nach Yucatan fliegen will, fliegt nach Cancun. Cancun hat einen zweifelhaften Ruhm als Party-Stadt für US-amerikanische College-Kids. Von dort muss ich ganz schnell weiter.

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Aniko überlegt sich im Oktober einen MEX reinzulegen. Das ist Flugbegleiterinnen-Sprech für „einem Flug nach Mexiko Stadt.“ Ich treffe sie in unserer Heimatstadt Chemnitz auf einen sehr süßen Masala Tee. Aniko kommt viel rum und begegnet außergewöhnlichen Menschen. Sie wäre die ideale Co-Reisebloggerin. Und da sie schon länger nicht mehr Langstrecke geflogen ist, wäre die Zeit auch reif.

Aniko überlegt sich einen MEX reinzulegen

Aniko überlegt sich einen MEX reinzulegen

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Ich treffe mich mit meiner Kollegin Corinna in der neuen Kaffeebar im 10. Stock. Sie war als Stundentin für eine Weile im mexikanischen Bundesstaat Oaxaca. Unsere Terminkalender sind voll mit Meetings und so bleibt heute nicht viel Zeit. Sie erzählt, ich schreibe eifrig mit. Oaxaca soll traumhafte Strände haben. Und die Hauptstadt ist europäisch angehaucht. Die Route Yucatan – Oaxaca – Mexiko Stadt kann man wunderbar mit dem Bus machen. Zumindest war das damals zu Studentenzeiten kein Problem.

Es klickt noch einige Male … zum Beispiel mit der Weltenbummlerin Ariane, der Vielreiserin Beate und dem digitalen Nomaden Francisco… aber da ihr ja jetzt gerade keinen Reiseplan braucht, sondern auf das unerwartete Ende dieser Geschichte wartet, will ich weiter erzählen und meine Insider-Tipps vorerst für mich behalten.

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Es sind bayrische Wochen in unserer Kantine. Gedanklich sind meine beiden Kollegen und ich gerade sehr weit weg von deutscher Leitkultur. Irgendwo in einer idyllischen Cabaña an einem Traumstrand der mexikanischen Pazifik-Küste im Bundesstaat Oaxaca. Wir alle haben unabhängig voneinander unsere Reisen gebucht. Aber es könnte Wirklichkeit werden, dieses kleine „Team-Meeting“ am anderen Ende der Welt.

Zwei meiner Kollegen könnten einen Gastauftritt in dieser Geschichte bekommen

Zwei meiner Kollegen könnten einen Gastauftritt in dieser Geschichte bekommen

Wenn die Zukunft beginnt…

Keiner weiß wirklich, was die Zukunft bringt. Vielleicht verpasse ich meinen Anschlussflug am französischen Chaos-Flughafen Charles de Gaulle und lande nie in Mexiko Stadt. Vielleicht bleibe ich doch in der mexikanischen Party-Stadt Cancun hängen. Vielleicht wird es Tage geben, an denen ich bereue diese Reise allein gebucht zu haben. Zukunft ist ein interessantes Gemisch aus dem, was man versucht zu planen und dem, was möglich wird. Nur eines ist sicher. Jede Entscheidung – auch wenn sie gefühlt nur ein kleiner leiser Klick ist – verändert die Zukunft und erschafft Raum für neue Möglichkeiten.

Berlin, Admiralsbrücke, wenige Wochen nach meiner Flugbuchung,
Ich will ihn festhalten. Den Sonnenuntergang an diesem besonderen Berliner Sommertag. Alles um mich herum fühlt sich richtig an. Da höre ich sie. Die passenden Töne zu diesem Moment. Ich folge ihnen, hin zu einem Piano-Spieler. Nur durch die Berührung ein paar schwarzer und weißer Tasten, bringt er ein Publikum zum Fühlen. Das fasziniert mich. Ich kenne ihn, und seine Geschichte. Er kennt mich nicht. Aber das ist für den Moment nicht wichtig.

Klick Klick Klick Klick Klick Klick Klick

Traveling Piano

All die kleinen Klicks der letzen Wochen hatten einen Gedanken in Bewegung gesetzt. Einen Gedanken, den ich nicht stoppen konnte. Und in eben diesem Moment hatte ich mich entschieden. Aber das ist schon der Anfang einer weiteren, ganz neuen Geschichte.

Fortsetzung folgt

… aber erst in der Zukunft

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Das Beste am Reisen sind all die unerwarteten Begegnungen. Seit meinem Sabbatical in Südamerika reise ich daher mit neuer Mission durchs Leben: „Catching Smiles around the Globe.“ Ach ja … Mich und meine Lächeln gibt’s auch auf meiner Facebookseite, auf Instagram auf Snapchat und als schicken kostenlosen Newsletter. ¡Hasta luego amigo!

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. 10 Jahre später, könnte passender und aktueller nicht sein:

    Grew up in a small town
    And when the rain would fall down
    I’d just stare out my window

    Dreaming of what could be
    And if I’d end up happy
    I would pray

    Trying hard to reach out
    But when I’d try to speak out
    Felt like no one could hear me

    Wanted to belong here
    But something felt so wrong here
    So I pray
    I could breakaway

    I’ll spread my wings and I’ll learn how to fly
    I’ll do what it takes? til I touch the sky
    And I’ll make a wish, take a chance, make a change
    And breakaway

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Keine Lächeln verpassen :-)schliessen
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