Miami 10 Jahre später: 10 Dinge die sich im Paradies verändert haben

Vor über 10 Jahren im Paradies
Vor über 10 Jahren im Paradies

Vor über 10 Jahren im Paradies

Hatte ich erwähnt, dass ich vor über 10 Jahren mal für ein Jahr im Paradies gelebt habe? Ich war Anfang 20. Austauschstudent an einer Universität unter den Palmen in Florida, USA. An der University of Miami. Ein Ort, den außer mir in diesem Jahr auch Präsident George W. Bush, Schauspieler Richard Gere, die Punk-Rock-Band Green Day und der Dalai Lama besuchen würden. Ich hatte auch noch ein Auto und ein Haus. Zumindest zu einem Drittel. Denn ich war hier gemeinsam mit meinen Mitstudenten Anja und Frieder. Dieses Jahr in Miami war eine ganz besondere Erfahrung. Eine, die vieles für mich verändern würde.

Frieder, Anja und ich in den Farben unseres Football-Teams, vor über 10 Jahren

Frieder, Anja und ich in den Farben unseres Football-Teams, vor über 10 Jahren

Über 10 Jahre lag mein Abschied vom Paradies nun schon zurück. Als ich mich Ende letzten Jahres dafür entschied für einen Monat nach Miami zurückzukehren, war eine Sache gewiss. Das Paradies würde sich verändert haben.

Mein erstes Haus

Mein erstes Haus

10 Dinge, die sich nach über 10 Jahren in Miami verändert haben

#1 Miami ist für die Jahreszeit zu nass

“Wie ist es denn so in der Sonne?” erreichen mich fragende Textnachrichten aus der Heimat. Nun haben wir hier zwar keine 10 Zentimeter Schnee und die Temperaturen liegen im Schnitt gute 20° oberhalb des Gefrierpunkts. Dennoch war das damals nicht so nass. Der El Niño-Effekt bringt warme Luft und jede Menge Regen. Dieses Wetter schafft es selbst Miami Beach wie ein verregnetes Strandbad an der Ostsee aussehen zu lassen.

Kultstrand Miami Beach bei Shit-Wetter

Kultstrand Miami Beach bei Shit-Wetter

Keiner will an einem verregneten Ocean Drive posen

Keiner will an einem verregneten Ocean Drive posen

#2 Miami ist teuer

Glaube mir. Mit dem aktuellen Dollar-Euro-Umtauschsatz hätten wir uns Haus und Auto bestimmt nicht leisten können. Damals bekam man für einen Euro noch knapp einen Dollar und 40 Cent. Wie herrlich war es da zu shoppen. Ein Blick auf den Preis. Dann das genüssliche Umrechnen in Euro. Wir fühlten uns wie Könige. Europäische Touristen kamen teils mit leeren Koffern in die USA, um möglichst viele Schnäppchen mit in die Heimat bringen zu können. “I could not afford this in Germany” hatten wir einen Deutschen in den amerikanischen Nachrichten sagen hören.

10 Jahre später sind Dollar und Euro fast gleichwertig. Die Preise allerdings nicht. Ein durchschnittliches Essen mit Getränk kostet in Miami gerne mal 20 Dollar. Und dann gilt es noch schweren Herzens mindestens 20% Trinkgeld draufzuschlagen, da die amerikanischen Kellner fast nur vom Trinkgeld leben. Autsch!

#3 Miami geht auch ohne eigenes Auto

Mein erstes eigenes Auto, vor über 10 Jahren

Mein erstes eigenes Auto, vor über 10 Jahren

In den USA brauchst du ein Auto! Aus genau diesem Grund hatten wir uns ja vor 10 Jahren unseren altersschwachen Ford Tempo gekauft. Eine überlebenswichtige Entscheidung. Schon allein, um abends noch schnell bei der Fast Food Kette des Vertrauens einen Snack zu holen. “Verrückte Fußgänger” werden am Drive-Thru-Schalter nämlich einfach ignoriert.

Autos sind heute unverändert wichtig. Gut, die dicken Benzin verschlingenden SUVs sind etwas seltener geworden. Doch bei dem Versuch öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen, kann man immer noch über absurde Reisezeiten, inklusive längerer Fußmärsche, staunen. Der Mietwagen ist allerdings nicht mehr alternativlos. Besonders dann, wenn man sich in den Party-Hotspots auf Miami Beach, Coconut Grove oder Brickell bewegt, wo man mit horrenden Parkgebühren rechnen darf. Man schnappt sich ein Uber. Diese sind oft günstiger als Taxis und haben den Vorteil, dass man schon am Anfang weiß was es kostet. Nur an Feiertagen und zu Stoßzeiten sollte man beim Buchen genau hinschauen. Uber kann nämlich die Preise nach Beliebem ändern. So gab es Uber-Kunden, die sich nach einer wilden Silvester-Nacht über eine 300$-Rechnung auf der Kreditkarte wunderten.

#4 Miami ist jetzt noch bequemer

Conveniece (= Bequemlichkeit) ist eine der wichtigsten Vokabeln, welche ich in meinem Austauschjahr gelernt habe. Und Miami hat sich auch hier weiter entwickelt. Vor über 10 Jahren mussten wir noch auf den Mautstraßen (Tollways) an einem Büdchen anhalten und unser Portemonnaie nach Kleingeld durchforsten. Heute ist das alles automatisiert. Man fährt einfach auf und eine kleine, nicht mit einem Blitzer zu verwechselnde Kamera, fotografiert das Nummernschild. “Toll by Plate” heißt der Spaß. Einziger Nachteil: Die Mitarbeiter, welche einst benötigt wurden, um das Kleingeld einzusammeln sind jetzt damit beschäftigt all die Fotos auszuwerten. Als Mietwagen-Nutzer muss man mitleiden. Was die Fahrerei auf den Tollways wirklich gekostet hat, erfährt man erst ein paar Wochen nach der Reise.

#5 Urlaub in Miami macht man im Ferienhaus

Das gute alte amerikanische Motel hat als billigste Unterkunft ausgedient. Es geht günstiger und vor allem deutlich komfortabler. Für unsere vierköpfige Reisegruppe lohnt sich das Anmieten eines kompletten Hauses über airbnb. Hier hat jeder sein eigenes Zimmer. Wir können selbst Kochen und Wäsche waschen. Auch von versteckten Kosten, wie einer WLAN-Tagespauschale bleiben wir so verschont. Billig ist es trotzdem nicht. Statt 300$ für drei Motel-Zimmer zahlen wir nun pro Nacht 250$. Aber dafür leben wir den Traum jedes Amerikaners. Ein eigenes Haus mit einem eigenen kleinen Vorgarten unter Palmen. Die Mall mit allem, was man konsumieren könnte nur eine 5 minütige Autofahrt entfernt. Vor 10 Jahren war das für mich das Größte. 10 Jahre später hat sich mein Blick verändert, doch dazu mehr weiter unten.

#6 Die University of Miami ist jetzt rauchfrei

Vor über 10 Jahren habe ich mir in Miami das Rauchen abgewöhnt. Das war überraschend einfach. Mit Aktionen wie “Who wants to kiss a smoker?” hatte die amerikanische Marketingmaschinerie gute Vorarbeit geleistet. Wer rauchte, wurde auf kleine Raucherinseln außerhalb öffentlicher Gebäude verbannt. Inzwischen sind die Amerikaner auch hier einen Schritt weiter. Die University of Miami rühmt sich, einen komplett rauchfreien Campus zu besitzen.

ein komplett rauchfreier Campus

ein komplett rauchfreier Campus

#7 Auch in Miami wird munter gentrifiziert

Gentrifizierung – Dieses Wort hatte ich erst in Berlin so richtig kennengelernt. Nach dem Wetter zählt es zu den beliebtesten Small Talk Themen der Hauptstadt. Für meine lieben Leser aus der Provinz kurz zur Erklärung: Künstler ziehen in ärmere Stadtteile mit günstigen Mieten, machen alles hübsch und cool, so dass es plötzlich total hip ist dort zu wohnen. Dann steigen die Mieten und die, die immer noch arm sind, müssen in unattraktivere Stadteile wechseln.

Vor 10 Jahren war Wynwood noch ein armer, haupsächlich von Puerto Ricanern bewohnter Stadtteil, in dem wir zu unserer eigenen Sicherheit nichts verloren hatten. Ganz anders heute. Mit den Wynwood Walls entstand eine Spielwiese für Streetart. Das Highlight: Jeden zweiten Samstag gibt es den Wynwood Art Walk, ein Künstlerfest mit offenen Galerien, Live Performances und Food Trucks (letztere gab’s vor 10 Jahren übrigens auch noch nicht).

Möchtegern-Hipster Gregory mit seinen neuen Freunden beim Wynwood Art Walk

Möchtegern-Hipster Gregory mit coolen neuen Freunden beim Wynwood Art Walk

#8 In Miami spricht man Spanisch

OK. Das war vor 10 Jahren wahrscheinlich auch so. Aber damals war ich einfach nur davon fasziniert, zum ersten Mal an einem Ort zu leben, wo ich als “White Guy” nicht in der Mehrheit bin. Kubaner, Peruaner, Kolumbianer – von Miami gibt es mehr Flüge nach Lateinamerika als von allen anderen Flughäfen der USA. Miami ist das Tor nach Lateinamerika. Wer nicht will, muss hier kein Englisch lernen. Alle wichtigen Informationen sind zweisprachig. Vor über 10 Jahren und ohne Spanischkenntnisse blieb mir diese Welt verschlossen. Mit Spanisch-Kenntnissen präsentierte sich mir ein ganz anderes Miami. Eines, was mich so sehr fasziniert hat, dass ich diesem Miami bestimmt noch eine eigene Geschichte spendieren werde.

#9 Fast alle Miami-Freunde sind weg.

Jeder, der mal längere Zeit in der Ferne gelebt habt, wird mir zustimmen. Es sind die Menschen, die den Ort besonders machen. Die großen und kleinen Freundschaften, die man in der Fremde schließt und die gemeinsamen Erlebnisse, die man mit ihnen teilt. “I’ll be back in Miami for a whole month”, schreibe ich meinen Uni-Freunden von damals auf Facebook (Vor über 10 Jahren war Facebook gerade brandneu und so sind unsere Leben immer noch miteinander verbunden) Fast alle von ihnen haben Miami verlassen. Supy ist in San Francisco, Omar und Lauren in New York, Vyjayanthi gerade in Austin. Einzig Halbkubanerin Elsa – eine echte Miamian – ist hier geblieben. Mit ihr hatte ich damals beim Uni-Fernsehen gearbeitet. Wir wollten beide Fernseh-Journalisten werden. Sie arbeitet inzwischen für eine Nachrichtensendung im Miami. Ich … aber zu mir kommen wir gleich noch.

Elsa ist die einzige Uni-Freundin, die nach 10 Jahren noch in Miami ist.

Elsa ist die einzige Uni-Freundin, die nach 10 Jahren noch in Miami ist.

Und dann wären da noch diese besonders treuen Freunde, die auch immer noch in Miami sind. Meine kubanischen Vermieter von damals: Teresa, Felipe & Elsa (Kubaner sind in der Namensgebung nicht so kreativ). Sie laden mich ins “Versailles” ein – ein uriges kubanisches Restaurant in Miamis kubanischstem Stadtteil “Little Havanna.” Groß ist die Wiedersehensfreude. Auch wenn sie das auf dem Foto nicht so zeigen können. Denn das perfekte amerikanische Foto-Lächeln haben die Exil-Kubaner in den vergangenen 10 Jahren immer noch nicht gelernt.

In Little Havanna mit meinen kubanischen Vermietern von damals

In Little Havanna mit meinen kubanischen Vermietern von damals

#10 Ich

Dass ich vor über 10 Jahren ein Jahr im Paradies studieren durfte, verdanke ich einer großen Portion Glück. Die University of Miami zählt zu den teuersten Universitäten des Landes. Ein Semester kostete damals schon 10.000 $ und ich will gar nicht erst wissen, was hier heute bezahlt wird. Wir hatten Glück, weil einer unserer Professoren aus Wiesbaden geschafft hatte ein Austauschprogramm zu verhandeln, obwohl kein Student aus Miami je unsere Fachhochschule in Wiesbaden besuchen würde. Es war der subventionierte Zugang zu einer Welt, die mir sonst verschlossen geblieben wäre. Es war auch mein erstes Mal in Amerika. Dem Land, wo vom Milchkarton bis zum Pissoir, einfach alles etwas größer ist. Es war noch spannend Fastfoodketten auszuprobieren. Überhaupt gab es unter den Palmen so viele Eindrücke, die neu und ungewöhnlich waren, dass Anja, Frieder und ich auf “unter-den-palmen.de.vu” zu Bloggern wurden. Es war die Zeit, wo ich mir ganz sicher war, dass ich trotz Witschaftsstudium später Journalist werden würde. Es war eine unvergessliche Zeit in einer besonderen Welt.

Eine unvergessliche Zeit, vor über 10 Jahren

Eine unvergessliche Zeit, vor über 10 Jahren

Heute, über 10 Jahre später, habe ich mehr von der Welt gesehen. Ich habe nach meinem Jahr im Südosten der USA auch die Westküste und New York besucht. Ich habe ein Sabbatical unter den Palmen Südamerikas gemacht. Miami hat als Kulisse für mich jetzt nicht mehr die gleiche Faszination, wie damals, in unserer „Honey-Moon-Phase“. Die Uni-Welt, in der ich mich mit all meinen Freunden bewegte, bleibt mir ohne sie und ohne meine Rolle als “Austauschstudent” verschlossen. Eine Welt, die von nun an nie mehr sein wird als eine Art „begehbare Erinnerung“. Aber das ist alles gar nicht so schlimm. Denn ich war hierher in einer neuen/ alten Rolle gekommen. Als “Reiseblogger” der gemeinsam mit einem sehr guten Freund in eine ganz andere Welt eintauchen würde. Die Welt der Reisedokumentationen. Miami hatte mit dieser Geschichte gar nicht so viel zu tun. Sie spielte ein Stück westlicher. Auf dem Weg zu den Florida Keys. In den Everglades – einem bedrohten Paradies für Pflanzen und Tiere. Und wer weiß, vielleicht berichte ich dir ja auch noch von dieser Geschichte…

Mit der Filmcrew in Floridas Everglades

Mit der Filmcrew in Floridas Everglades

Jetzt wäre ich wirklich gespannt, ob Du lieber Leser ähnliche Erfahrungen gemacht hast. Gibt es Orte, die du nach langer Zeit wieder besucht hast und die sich für dich verändert haben? Oder hast du vielleicht sogar Erfahrungen in Miami gemacht, die ich übersehen habe? Ich freue mich über deinen Kommentar. Likes, Shares und Facebook-Fans freuen das Blogger-Herz natürlich auch immer 😉

Einen Smiley Sunday wünschen Dir

Gregório Jones und …

der kleine Gregorito Jones (vor über 10 Jahren in Miami)

der kleine Gregorito Jones (vor über 10 Jahren in Miami)

Das Beste am Reisen sind all die unerwarteten Begegnungen. Seit meinem Sabbatical in Südamerika reise ich daher mit neuer Mission durchs Leben: „Catching Smiles around the Globe.“ Ach ja … Mich und meine Lächeln gibt’s auch auf meiner Facebookseite, auf Instagram auf Snapchat und als schicken kostenlosen Newsletter. ¡Hasta luego amigo!

10 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. „Back to the roots“ – die Suche nach dem „Wo komme ich her?“, wo waren die Weichen, an denen ich abgebogen bin. Eine Erfahrung dabei ist, „The Times They Are A-Changin’“. Manchmal sind Freunde wie „Vom Winde verweht“ und dann wieder eröffnet ein Sprachfenster Schätze hinter scheinbar Altbekanntem.

    • Sehr schöner Kommentar, lieber Stephano Grimm. Und das Beste: Auch in 10, 20 oder 30 Jahren wird sich Miami wieder verändert haben. Die Erinnerungen kann mir keiner mehr nehmen. Aber ich bin mir ganz sicher jedes Mal wieder ganz neue Geschichten entdecken zu können.

  2. Sehr interessant deine Einblicke in die Florida-Welt! Wir hatten uns da ja kurz getroffen – für mich war’s der erste Besuch und so wirklich begeistert hat mich Florida irgendwie nicht. Sicher lag es auch stückweise am etwas verregneten Wetter. Aber auch andere Faktoren spielten mit rein: die Preise, die immer gleichen Kleinstädte ohne jeglichen „Flair“, aber umso mehr Shopping Malls… naja, jetzt weiß ich wenigstens, dass ich vllt. nicht nach Florida auswandern sollte. 😉

    Eine ähnliche Verbindung wie du mit Miami, habe ich mit Buenos Aires. Dort habe ich auch mal ein paar Jahre lang gelebt und bin letztlich zurück nach Deutschland, weil ich von so vielen Dingen genervt war (und die „Normalität“ vermisst habe). Nach meiner ersten Rückkehr 2013 fand ich Buenos Aires immer noch nervig, laut, dreckig. Als ich letzten Dezember wieder hinflog, hatte sich mein Bild etwas geändert. Buenos Aires verändert sich, aber nicht konstant, eher auf und ab und von links nach rechts (wie aktuell die Regierung…). Ich hab so eine kleine „Hass-Liebe“ für diese Stadt entwickelt. Leben möchte ich dort nicht mehr, besuchen werde ich Buenos Aires dennoch immer wieder mal, um liebe Freunde wiederzusehen.

    • War echt cool, dass du vorbeigekommen bist, auch wenn wir dich dann draußen im Wohnwagen schlafen gelassen haben *rotwerd*. Dem Film-Team ging es übrigens ähnlich. So richtig geflasht waren sie von Miami nicht. Letztlich liegt es halt doch immer daran welchen Zugang du zu einem Ort bekommst. Ich finde Bogotá in Kolumbien beispielsweise echt keine schöne Stadt, habe da aber so besondere Menschen kennengelernt, dass ich gern wieder zurückkommen will.

  3. Ein ganz wunderbarer Artikel, sehr spannend zu lesen! Diese kleinen Dinge, die einem auffallen, wenn man die Stadt kennt… Oft sagt einem das, was einem auffällt, wahrscheinlich mehr über einen selbst und die eigenen Vorstellungen und Erwartungen als über die sich verändernde Stadt 🙂

    Ich bin ja persönlich mal sehr gespannt, was sich seit meinem Jahr in Lima dort verändert hat. Diesen Sommer werde ich wieder dort sein und möchte sehen, ob ich „mein Lima“ von damals wiederfinden kann. Es waren zwar „nur“ vier Jahre und keine zehn, aber dennoch glaube ich, dass heute vieles ganz anders ist – du weißt ja wahrscheinlich selbst, wie schnell sich vor allem Städte in Ländern des Südens verändern. Das konnte ich während des Jahres, in dem ich dort war, schon miterleben 🙂

    • Danke für Lob und Kommentar. 🙂 Tatsächlich bin ich auch am Überlegen, ob ich dieses Mal nicht wieder so viel Zeit vergehen lasse, um meine Lieblingsziele aus meinem Sabbatical (nun doch auch schon 2 Jahre her) wieder zu sehen. Brasilien und Kolumbien will ich unbedingt mit meinen Freunden aus dieser Zeit wiedererleben.

  4. Sehr schöner Artikel Gregório! 🙂

    Hat großen Spaß gemacht zu lesen. Auch wenn sich viel verändert hat, bleibt ja die Erinnerung, und die kann einem niemand mehr nehmen 😉

    Bei mir hab ich schon so ein bisschen „Angst“, wie sich Huanchaco (also Peru) verändert hat. Viele Freunde von damals sind weg, viele Restaurants und Bars haben geschlossen, generell hat sich viel verändert glaube ich. Selbst der Strand ist fast verschwunden….
    Mal sehen, wie ich da so mit klar komme… 😉

    Freue mich auf mehr Geschichten aus Florida, vor allem über die Keys & die Everglades.

    Abrazos

    • Gracias querida Anne. 🙂 Na da bin ich bei dir auch sehr gespannt. Du musst mir (oder hier) mal verraten, wann der Besuch an den Ort, der dich so sehr geprägt hat, ansteht.

      P.S.: Irgendwann schaffe ich es auch noch mal den Gastartikel über „Höhenkrankheit auf dem Machu Picchu“ für deinen Blog zu schreiben. Das Erlebnis war während der Zeit in Miami und hatte mich damals auch sehr geprägt.

  5. Hallo an alle Wiederkehrer ins Paradies,

    Ich kenne Florida nur als Urlauber. Seit 1991 war ich neunmal dort. Mal im April, mal in den Monaten Mai, Juni, Juli oder Oktober. Zuletzt in diesem August.
    Es hat sich sehr viel verändert.

    Zum ersten Mal habe ich nach einem Urlaub dort gesagt: „Es war mal wieder toll hier, aber…..“

    Die Amis hauen alles weg, was nichts bringt: Einkaufszentren, alte hübsche Hotels im 40-iger Jahre Stil und Restaurants. Jetzt hat es gerade das wunderschöne China-Restaurant „Ming Court“ in Orlando getroffen.

    Die Veränderungen sind auch in anderen Bereichen zu merken. Da gibt es auf einmal überall Ampeln mit Blitzlicht, die Rotsünder überführen. Da wird auf den Straßen gerast, als wenn es keine Geschwindigkeitsüberwachung mehr gäbe. Da wird ungeduldig gehupt, wenn ein Fahrer „grün“ verschläft. Das gab es vor vier Jahren noch nicht.

    Und ich habe das Gefühl, dass sich auch die Menschen negativ entwickelt haben. Ich vermisse die neugierigen Fragen zu Deutschland, wenn man sich als solcher zu erkennen gegeben hat. Ich vermisse die Hilfsbereitschaft, die wir früher erlebten, wenn wir nach dem Weg fragten.

    Wir konnten mehrfach beobachten, wie Strandbesucher, die sich zu nahe an den Flutsaum vor Hotels gelegt hatten, von Hotelangestellten verjagt werden. Ich weiß allerdings nicht, ob es früher diese „Private Property Violations“ nicht gab, weil Urlauber diese Bereiche geachtet hatten, oder ob die Hotels jetzt nicht mehr so tolerant sind.

    Ich habe auch das Gefühl, dass die Anzahl der Verbotsschilder zugenommen hat.

    Könnt Ihr das auch bestätigen?

    Trotzdem würde ich wieder in dieses schöne Land reisen.

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