Die Vorband für den ‚Abschied von Kolumbien‘

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Ende Oktober im Bus von Bogotá nach Manizales
Tief einatmen bis Lunge und Bauch mit Luft gefüllt sind. In Gedanken bis drei zählen. Langsam ausatmen. Das ganze neun-mal. Ich war am Morgen mit einem Druck in der Magen-Gegend aufgewacht. Miguel, der manchmal etwas von einem Medizinmann hat, erklärte mir, dass der Magen das Zentrum für Sorgen ist. Und diese Atemübung soll helfen. Ich schaue aus dem Fenster und stelle erneut fest, dass Bogotá jetzt wirklich weg ist.

Insgesamt drei Stunden haben wir aus der Stadt heraus gebraucht. Genau eine halbe Stunde habe ich die mystische Stimmung in den Bergen wahrnehmen können. Dann ist wieder Nacht und das gewohnte Spiel beginnt. Der Busfahrer heizt durch die Kurven und versucht die Verspätung durch das Ignorieren aller sinnvollen Verkehrsregeln wieder aufzuholen. Bis wir schließlich noch eine längere Pause machen müssen, weil die Klimaanlage den Geist aufgibt. (Ich bin eher belustigt als erstaunt. Musste ja so kommen, wenn der Busfahrer diese immer bis zum Anschlag aufdreht.) Ich komme mit meiner Sitznachbarin ins Gespräch. Maria war gerade mit ihren beiden Töchtern auf dem Justin Biber Konzert in Bogotá. Eine der beiden -Stefy- macht ebenfalls Popmusik. Die stolze Mutter zeigt mir die Facebook Fanpage. Über 1.000 ‚Me Gustas‘ ‚Gefällt mirs‘ hat sie schon auf Facebook. Wir tauschen uns ein bisschen über Geschäftliches aus. Ich zeige ihr die Besucherstatistik von meinem Blog. „Ständig wollen die Nutzer etwas neues,“ meint sie. Neben Managerin ihrer Tochter arbeitet sie auch noch als Wahrsagerin. Wir müssen beide schmunzeln. Irgendwann wird Stefy vielleicht ein weiblicher kolumbianischer Justin Biber. Sie zeigt mir auf ihrem Smartphone ein paar teils selbstproduzierte Musikvideos.

Stefys Cover-Version eines mexikanischen Hits bleibt mir am meisten in Erinnerung: „Ya te olvidé“ „Ich hab dich schon vergessen“

Ich bin mir nicht sicher, ob ich Bogotá so schnell vergessen werde.

Am Sonntag, dem 19.1. geht dieses Blog den schweren Schritt Abschied von Kolumbien zu nehmen.

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und wer sich die Wartezeit auf Facebook vertreiben will, kann Gregório und Stefy dort gern besuchen und liken.

Das Beste am Reisen sind all die unerwarteten Begegnungen. Seit meinem Sabbatical in Südamerika reise ich daher mit neuer Mission durchs Leben: "Catching Smiles around the Globe." Ach ja ... Mich und meine Lächeln gibt's auch auf meiner Facebookseite, auf Instagram auf Snapchat und als schicken kostenlosen Newsletter. ¡Hasta luego amigo!

4 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Glaub mir Frieder. Das würde ich ja gern. Aber dieses eigenwillige „Reiseblog“, das eigentlich eine Fernsehserie sein möchte, erlaubt es mir nicht die Einschaltquoten herauszugeben.

  2. Glaub mir Frieder. Das würde ich ja gern. Aber dieses eigenwillige „Reiseblog“, das eigentlich eine Fernsehserie sein möchte, erlaubt es mir nicht die Einschaltquoten herauszugeben.

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